Stadtmuseum Schleswig

Tankstellenarchitektur in Georgien – Spiegelbild eines Staates?

© Klaus Andrews. Das Büro Khmaladze Architects aus Tiflis realisierte 2013 in Batumi eine Kombination aus SASOL-Tankstelle und angeschlossenem McDonald’s-Restaurant.

Fotografien von Klaus Andrews

4. September bis 15. November 2024 · S-Foto Forum (Palais)
Ein Gemeinschaftsprojekt mit der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein

Gemeinsame Eröffnung in der Sparkassenstiftung (Termin wird noch bekannt gegeben)

2022 und 2023 reiste der Fotojournalist Klaus Andrews durch Georgien, den Staat an der Grenze zwischen Europa und Asien in Transkaukasien. Georgien gehörte bis zum Ende des Kalten Krieges zur Sowjetunion. Nachdem 1991 die Bevölkerung für die Unabhängigkeit gestimmt hatte, wurde Georgien als eine der ersten ehemaligen Sowjetrepubliken ein souveräner Staat. Nach dem Ende der Sowjetunion fast gescheitert, stabilisierte sich Georgien unter Präsident Eduard Shevardnadze wieder (von 1995 bis 2003 zweiter Präsident Georgiens), litt allerdings unter Kapitalmangel, Armut und Korruption. Mit seinem Amtsantritt als Präsident 2004 öffnete Mikheil Saakashvili Georgien nach Westen. So holte er beispielsweise europäische Architekt*innen ins Land, die mit einer Fülle symbolhafter Bauten die neue politische Ausrichtung unterstreichen sollten. Dazu gehörte u.a. auch die von dem deutschen Architekten Jürgen Mayer H. geplante Tankstelle zwischen Gori und Tiflis, die Spitzenwerte im Ranking für innovatives Design erhielt. Auch auf dem Land machten sich viele Menschen mit Tankstellen selbständig, die aber nur selten dem wirtschaftlichen Druck und der politischen Willkür standhalten konnten. Im Zuge der geschichtlichen Entwicklung gab es in dem kleinen Land mehr als tausend Tankstellen, die heute als Ruinen und Schutthaufen, aber auch als alternativ genutzte Gebäude ihr Dasein fristen und als Spiegelbild der staatlichen Verhältnisse betrachtet werden können. Eine Auswahl von Aufnahmen solcher ehemaligen Tankstellen präsentiert Klaus Andrews im Herbst 2024 als Essenz seiner Reportagereisen in der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein im Gebäude des Sparkassen- und Giroverbandes in Kiel und parallel dazu im Stadtmuseum Schleswig.

Zu der Ausstellung erscheint eine Publikation in der Reihe Photographia Borealis der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein.

www.sparkassenstiftung-sh.de
© Klaus Andrews. Diese aufgegebene Tankstelle in der Stadt Zestaponi bei Kutaisi erhielt ein zweites Leben als Autowerkstatt.
© Klaus Andrews. Tankstelle zwischen Gori und Tiflis des Berliner Architekten J. Mayer H.

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Alle Termine und Führungen

  • Sonntagsführung: Schottland – Eine Winterreise 10. März 2024, 11:00 bis 12:00 Uhr

    Moderation: Angeline Schube-Focke,
    Kosten: 3 € zzgl. Eintritt,
    Anmeldung: telefonisch (04621 936820) oder perE-Mail (stadtmuseum [AT] schleswig [PUNKT] de)

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