Dieses Gebäude stellt mit den stadtgeschichtlichen Schauräumen den Kern des Museums dar. Eine Audiovision mit dem Titel „Spuren einer bewegten Geschichte“ informiert am Beginn eines Rundganges durch die vier Geschosse unterhaltsam über die wichtigsten historischen Stationen Schleswigs, der ältesten Stadt in Nordeuropa. Die Schau ist auch in englischer und dänischer Sprache verfügbar. Der gegenüberliegende Ausstellungsbereich gibt mit zum Teil interaktiven computergesteuerten 3-D-Rekonstruktionen und Simulationen spannende Einblicke in die Zeit des Mittelalters, in der Schleswig als Hafen- und Handelsstadt eine bedeutende Rolle im nordeuropäischen Raum spielte.
Eine imposante spätbarocke Treppe mit Balustergeländer führt von der Eingangshalle in die oberen Etagen des Haupthauses. Im 2. und 3. Stockwerk steht die Stadtentwicklung vom 18. bis 20. Jahrhundert im Mittelpunkt. Thematische Schwerpunkte sind die konfliktreiche deutsch-dänische Vergangenheit, die Geschichte Schleswigs als Hauptstadt der preußischen Provinz Schleswig-Holstein, der Nationalsozialismus mit seinen Auswirkungen und der Neubeginn nach 1945. Spezielle Bereiche bilden u. a. das Kabinett mit wertvollen Schleswiger Fayencen, der Raum zur Geschichte der Fischersiedlung auf dem Holm und das Schleswiger Zimmer, das die Wohnkultur einer Bürgerfamilie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dokumentiert.
Eine umfangreiche Spielzeugsammlung, zusammengetragen von dem Schleswiger Kinderarzt Dr. Joachim Gunkel, wird im Dachgeschoss des Haupthauses präsentiert. „Die große Welt im Kleinen“ umfasst liebevoll ausgestattete Puppenhäuser, Papiertheater, Blechspielzeug, Schaukelpferde und Fahrzeuge vor allem aus der Zeit des ausgehenden 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Nachbauten historischer Spielzeuge fordern zum Ausprobieren heraus. An den interaktiven Stationen können Groß und Klein gemeinsam auf Entdeckungstour gehen.



