Stadtmuseum Schleswig

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir freuen uns, dass das Stadtmuseum Schleswig geöffnet hat. Neben der Stadtgeschichte im Palais und der Sammlung historischer Teddybären im Teddy Bär Haus präsentieren wir in der großen Halle und im Stallgebäude die beeindruckenden Siegerbilder des Wettbewerbs „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2020.“

Unser Café können Sie im Rahmen der zur Zeit geltenden Coronabestimmungen im Außenbereich unserer schönen Hofanlage besuchen.

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Wir stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung, so dass Sie Ihren Besuch unbeschwert genießen können.

Deutsch oder dänisch?

Schleswig in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: Der Sieg Dänemarks über das Herzogtum Schleswig-Holstein-Gottorf im Nordischen Krieg (1700–1721) hatte für die Stadt Schleswig schwerwiegende Folgen. Die Stadt verlor die Vorteile einer herzoglichen Residenz, was sich besonders auf wirtschaftlichem Gebiet nachteilig bemerkbar machte. Immerhin erlebte Schleswig in der Amtszeit des königlich-dänischen Statthalters Carl von Hessen (1768–1836) als Verwaltungsmittelpunkt des Herzogtums Schleswig eine bescheidene Blüte. Die Ära dieses Statthalters erbrachte für Schleswig zudem eine sichtbare Bereicherung durch bedeutende Bauwerke und Einrichtungen wie das Rathaus, den Plessenhof, den Heespenhof, die „Irrenanstalt" und das Taubstummeninstitut.

Nach dem Ende der Napoleonischen Kriege führten Schleswigs 11 000 Einwohner zunächst ein ruhiges Leben in provinzieller Abgeschiedenheit. In ihrem politischen Verhalten erwiesen sie sich als loyale Bürger des dänischen Gesamtstaates und verehrten König Friedrich VI. Diese biedermeierliche Beschaulichkeit endete, als die Ideen des Liberalismus und Nationalismus auch nach Norden vordrangen und den absolutistisch regierenden dänischen König veranlassten, vorsichtige Reformen einzuleiten. Diese rückten die Stadt in den Mittelpunkt des Geschehens:

  • 1831 kündigte Friedrich VI. die Einrichtung von Ständeversammlungen für die dänischen Inseln, Jütland, Schleswig und Holstein an. Einzelheiten wurden in der 1834 erlassenen Ständeverfassung festgelegt. Die Stadt Schleswig sollte Sitz der Ständeversammlung für das Herzogtum Schleswig werden.
  • Im Zuge einer Justiz- und Verwaltungsreform wurde 1834 eine gemeinschaftliche Provinzialregierung für beide Herzogtümer auf Schloss Gottorf eingerichtet und damit die Rolle der Stadt als Zentralort im Land gestärkt.

Die Eröffnung der Ständeversammlung am 11. April 1836 und die anschließenden Debatten aktivierten das politische Leben in Schleswig in einem unerwarteten Ausmaß. Jedoch wurde der Kampf der Liberalen gegen den Absolutismus des Königs von dem aufkeimenden nationalen Gegensatz zunehmend überlagert. Die Frage, ob Schleswig und Holstein weiterhin zu Dänemark gehören oder Teil eines deutschen Nationalstaates werden sollte, spaltete die Bevölkerung in zwei Lager. Der deutsch-dänische Konflikt wurde zunächst friedlich ausgetragen, wie das Sängerfest 1844 in Schleswig zeigte, seit dem Ausbruch der Revolution 1848 aber schließlich militärisch. In diesem dreijährigen Krieg, der auch als schleswig-holsteinische „Erhebung“ bezeichnet wird, stand die Stadt Schleswig als administratives Zentrum und Schauplatz entscheidender Schlachten wiederum im Brennpunkt.

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