Stadtmuseum Schleswig

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir präsentieren aktuell gleich zwei große Sonderausstellungen: EUROPÄISCHER NATURFOTOGRAF DES JAHRES – Die Siegerbilder des Wettbewerbs 2021 in der großen Halle und im Roten Salon des Palais (noch bis zum 6. Juni) sowie A DAY OFF – Fotografien aus der Sammlung F.C. Gundlach im Stallgebäude (bis zu 14. August). In unserer Sammlung im Palais zeigen wir die Geschichte der Stadt Schleswig. Im 2. Obergeschoss finden allerdings Umbaumaßnahmen statt, so dass die Ausstellungen in diesem Bereich für Gäste leider nur eingeschränkt zugänglich sind.

Besuchen Sie auch gerne unser gemütliches Café im Teddy Bär Haus und unsere Spielzeugsammlung. In den Gebäuden besteht weiterhin Maskenpflicht.

Wir stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung, so dass Sie Ihren Aufenthalt unbeschwert genießen können.

Schleswig in der Zeit des Nationalsozialismus

In Schleswig verfügte die NSDAP schon früh über eine starke Basis. Bereits 1925, im Jahr der Gründung des nationalsozialistischen Landesverbandes, bildeten Nationalsozialisten hier eine Ortsgruppe. Und nur sieben Jahre später, bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, vermochte die Hitler-Partei mit einem Stimmenanteil von 50,7 % alle anderen politischen Gruppen in Schleswig weit zu überflügeln.

Eine mitentscheidende Ursache für den Erfolg der NSDAP in Schleswig lag in der Situation auf dem örtlichen Zeitungsmarkt, den die „Schleswiger Nachrichten“ klar beherrschten. Schon in den 20er Jahren stand dieses Blatt republikfeindlichen, antidemokratischen Bestrebungen positiv gegenüber. Seit 1930 entwickelte sich die Zeitung offen zu einem Sprachrohr der NSDAP und trug so wesentlich dazu bei, den Nationalsozialismus in Schleswig mehrheitsfähig zu machen.

Die Auffassung, dass in der Schleistadt zwischen 1933 und 1945 eigentlich „nichts Schlimmes“ geschehen sei, ist unhaltbar. Auch hier erfasste der nationalsozialistische Terror Teile der Bevölkerung:

  • Jüdische Mitbürger und Sinti wurden drangsaliert, ins Exil getrieben oder in Konzentrationslagern umgebracht.
  • Hunderte Patienten der psychiatrischen Anstalt wurden im Zuge der „Euthanasie“ in Einrichtungen außerhalb Schleswig-Holsteins deportiert und dort ermordet.
  • Zwangsarbeiter aus dem Ausland und Kriegsgefangene kamen bei ihrer oft sklavenähnlichen Arbeit in rüstungswichtigen Betrieben ums Leben.

Obwohl die Stadt und ihre nähere Umgebung bereits Mitte der 1930er Jahre militärisch stark ausgebaut wurden, blieb Schleswig im Zweiten Weltkrieg von direkten Kampfhandlungen weitgehend verschont. Doch Hunderte gefallene Schleswiger und das Schicksal von über 5000 Ausgebombten und Flüchtlingen, die seit 1944/45 in Schleswig lebten, erinnerten über den 8. Mai 1945 hinaus an die Schrecken des von Hitler begonnenen Krieges.

SA in Schleswig
1934

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Freiwilligendienst Kultur (FSJ) im Stadtmuseum

Auch im Jahr 2022/2023 bietet das Stadtmuseum Schleswig wieder einen Platz für ein FSJ Kultur an. Die Anmeldephase startet am 15. Januar 2022 auf der Seite der Freiwilligendienste Kultur und Bildung https://freiwilligendienste-kultur-bildung.de/. Wer Fragen bezüglich des FSJ Platzes bei uns im Stadtmuseum hat, der kann sich gerne bei unserer aktuellen FSJlerin Isabel unter der E-Mail-Adresse i [PUNKT] scheunert [AT] schleswig [PUNKT] de melden.

Termine und Führungen

  • Führung: GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres 2021 06. Juni 2022, 11:00 bis 12:00 Uhr

  • Führung: A DAY OFF 06. Juni 2022, 12:15 bis 13:15 Uhr

  • Führung: A DAY OFF 03. Juli 2022, 11:00 bis 12:00 Uhr

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