Stadtmuseum Schleswig

Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir haben alle Abteilungen einschließlich Café für Sie geöffnet. Neben der Stadtgeschichte im Palais und der Sammlung historischer Teddybären im Teddy Bär Haus präsentieren wir ab dem 25. Juni bis zum 12. September in der großen Halle unsere Sommerausstellung OTHER WORLDS mit Fotografien des Franzosen Alastair Magnaldo. Eine Voranmeldung für Ihren Besuch benötigen Sie nicht. Aber bitte beachten Sie die aktuelle Corona-Landesverordnung:

Für Ihren Besuch ist neben der Kontaktdatenerfassung über die Luca-App oder einem Kontaktbogen nur noch das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (OP- oder FFP2-Maske) vorgeschrieben.

Wir stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung, so dass Sie Ihren Besuch unbeschwert genießen können.

Schleswig in der Zeit des Nationalsozialismus

In Schleswig verfügte die NSDAP schon früh über eine starke Basis. Bereits 1925, im Jahr der Gründung des nationalsozialistischen Landesverbandes, bildeten Nationalsozialisten hier eine Ortsgruppe. Und nur sieben Jahre später, bei der Reichstagswahl vom Juli 1932, vermochte die Hitler-Partei mit einem Stimmenanteil von 50,7 % alle anderen politischen Gruppen in Schleswig weit zu überflügeln.

Eine mitentscheidende Ursache für den Erfolg der NSDAP in Schleswig lag in der Situation auf dem örtlichen Zeitungsmarkt, den die „Schleswiger Nachrichten“ klar beherrschten. Schon in den 20er Jahren stand dieses Blatt republikfeindlichen, antidemokratischen Bestrebungen positiv gegenüber. Seit 1930 entwickelte sich die Zeitung offen zu einem Sprachrohr der NSDAP und trug so wesentlich dazu bei, den Nationalsozialismus in Schleswig mehrheitsfähig zu machen.

Die Auffassung, dass in der Schleistadt zwischen 1933 und 1945 eigentlich „nichts Schlimmes“ geschehen sei, ist unhaltbar. Auch hier erfasste der nationalsozialistische Terror Teile der Bevölkerung:

  • Jüdische Mitbürger und Sinti wurden drangsaliert, ins Exil getrieben oder in Konzentrationslagern umgebracht.
  • Hunderte Patienten der psychiatrischen Anstalt wurden im Zuge der „Euthanasie“ in Einrichtungen außerhalb Schleswig-Holsteins deportiert und dort ermordet.
  • Zwangsarbeiter aus dem Ausland und Kriegsgefangene kamen bei ihrer oft sklavenähnlichen Arbeit in rüstungswichtigen Betrieben ums Leben.

Obwohl die Stadt und ihre nähere Umgebung bereits Mitte der 1930er Jahre militärisch stark ausgebaut wurden, blieb Schleswig im Zweiten Weltkrieg von direkten Kampfhandlungen weitgehend verschont. Doch Hunderte gefallene Schleswiger und das Schicksal von über 5000 Ausgebombten und Flüchtlingen, die seit 1944/45 in Schleswig lebten, erinnerten über den 8. Mai 1945 hinaus an die Schrecken des von Hitler begonnenen Krieges.

SA in Schleswig
1934

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Termine und Führungen

  • Other Worlds: Führung 08. August 2021, 11:00 bis 12:00 Uhr

    Nur mit Anmeldung unter Tel. 936820 oder stadtmuseum [AT] schleswig [PUNKT] de

  • Other Worlds: Führung 29. August 2021, 11:00 bis 12:00 Uhr

    Nur mit Anmeldung unter Tel. 936820 oder stadtmuseum [AT] schleswig [PUNKT] de

  • Other Worlds: Führung 12. September 2021, 11:00 bis 12:00 Uhr

    Nur mit Anmeldung unter Tel. 936820 oder stadtmuseum [AT] schleswig [PUNKT] de

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