Stadtmuseum Schleswig

Liebe Besucherinnen und Besucher,

neben der Stadtgeschichte im Palais und der Sammlung historischer Teddybären im Teddy Bär Haus präsentieren wir noch bis zum 12. September in der großen Halle unsere Sommerausstellung OTHER WORLDS mit Fotografien des Franzosen Alastair Magnaldo. Darüber hinaus zeigen wir parallel im Stallgebäude die vom Fotoclub Schleswig e.V. initiierte Ausstellung ZEITENWENDE. Die Fischer vom Holm in Schleswig an der Schlei mit Fotografien von Holger Rüdel.

Eine Voranmeldung für Ihren Besuch benötigen Sie nicht. Aber bitte beachten Sie die aktuelle Corona-Landesverordnung:

Für Ihren Besuch ist neben der Kontaktdatenerfassung über die Luca-App und dem Transferschlüssel der Luca App oder einem Kontaktbogen das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes (OP- oder FFP2-Maske) vorgeschrieben. Es dürfen nur nachweislich vollständig geimpfte, genesene oder getestete Personen unser Museum einschließlich des Außengeländes und unser Café im Teddy Bär Haus besuchen.

Wir stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung, so dass Sie Ihren Aufenthalt unbeschwert genießen können.

Eckhard Haegers liebstes Stück: Die Schaffnertasche

Schaffner
Eckhard Haeger

Bürgervorsteher Eckhard Haeger

Diesen Ausrüstungsgegenstand eines Schaffners im ÖPNV in der Stadt Schleswig verbinde ich mit dem Aufstieg und Niedergang des ÖPNV in der Stadt Schleswig. Der ÖPNV in Schleswig begann ca. 1890 mit einer schienengebundenen Pferdebahn, die zwischen dem Rathausmarkt und dem Friedrichsberg verkehrte. Auch diese kleine Bahn war mit einem Fahrer (Kutscher) und einem Schaffner besetzt. Neben dem Verkauf der Fahrkarten hatte sich der Schaffner um die Sicherheit der Fahrgäste zu kümmern. Wie mir von einem alten Schleswiger berichtet wurde, hatte ein Schaffner der Pferdebahn den Spitznamen "Hans op de Trep". Weil er wohl immer auf der an der Pferdebahn befindlichen Treppe gesessen hat. Nach ihm wurde in Schleswig eine Gaststätte benannt, die sich lange Jahre in Michaelisstrasse Ecke Reiferbahn befunden hat.

Nachdem die Elektrizität in Schleswig Einzug gehalten hatte, wurde die Pferdebahn durch eine elektrische Bahn ersetzt, die nun auch die Altstadt mit dem neuen Reichsbahnhof im Friedrichsberg verband. In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde die elektrische Bahn durch Omnibusse ersetzt. Hier hatte der Schaffner neben dem Fahrkartenverkauf die Aufgabe, die Türen zu schließen. Bei sehr vollen Bussen war dann der Fahrkartenverkauf nicht ganz einfach, denn der Schaffner hatte teilweise Mühe durch den Bus zu kommen.

Aus Kostengründen wurde in 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts der Schaffner in den Bussen eingespart. Der Fahrkartenverkauf erfolgte durch den Busfahrer und die Türen wurden durch ein Luftdrucksystem ferngesteuert geschlossen.

Die Einbindung der Stadt Schleswig in den ÖPNV in Schleswig endete mit dem 1. Oktober 1991. Zu diesem Zeitpunkt übernahmen die Verkehrsbetriebe des Kreises Schleswig-Flensburg den ÖPNV in der Stadt Schleswig in ihre Zuständigkeit.

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