Stadtmuseum Schleswig

Liebe Besucherinnen und Besucher,

aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie bleiben Museen bis auf Weiteres geschlossen. Damit Sie dennoch schon einmal einen Eindruck von unserer aktuellen Ausstellung mit Fotografien des preisgekrönten Niederländers Jan Banning erhalten, stellen wir Ihnen auf unserer Website jeden Tag ein neues Bild aus seinen unterschiedlichen Werkreihen vor. Wir starten mit seinem bekanntesten Projekt BUREAUCRATICS. Jan Banning wirft hier einen Blick hinter die Kulissen staatlicher Stellen in verschiedenen Ländern und Kulturregionen dieser Welt. Er porträtiert Staatsdiener und Staatsdienerinnen in ihren Amtszimmern: vom einfachen Archivar bis zum höheren Beamten. Tauchen Sie mit uns ein in die skurrilen Welten der verschiedenartigen Bürokratien.

Eckhard Haegers liebstes Stück: Die Schaffnertasche

Schaffner
Eckhard Haeger

Bürgervorsteher Eckhard Haeger

Diesen Ausrüstungsgegenstand eines Schaffners im ÖPNV in der Stadt Schleswig verbinde ich mit dem Aufstieg und Niedergang des ÖPNV in der Stadt Schleswig. Der ÖPNV in Schleswig begann ca. 1890 mit einer schienengebundenen Pferdebahn, die zwischen dem Rathausmarkt und dem Friedrichsberg verkehrte. Auch diese kleine Bahn war mit einem Fahrer (Kutscher) und einem Schaffner besetzt. Neben dem Verkauf der Fahrkarten hatte sich der Schaffner um die Sicherheit der Fahrgäste zu kümmern. Wie mir von einem alten Schleswiger berichtet wurde, hatte ein Schaffner der Pferdebahn den Spitznamen "Hans op de Trep". Weil er wohl immer auf der an der Pferdebahn befindlichen Treppe gesessen hat. Nach ihm wurde in Schleswig eine Gaststätte benannt, die sich lange Jahre in Michaelisstrasse Ecke Reiferbahn befunden hat.

Nachdem die Elektrizität in Schleswig Einzug gehalten hatte, wurde die Pferdebahn durch eine elektrische Bahn ersetzt, die nun auch die Altstadt mit dem neuen Reichsbahnhof im Friedrichsberg verband. In den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde die elektrische Bahn durch Omnibusse ersetzt. Hier hatte der Schaffner neben dem Fahrkartenverkauf die Aufgabe, die Türen zu schließen. Bei sehr vollen Bussen war dann der Fahrkartenverkauf nicht ganz einfach, denn der Schaffner hatte teilweise Mühe durch den Bus zu kommen.

Aus Kostengründen wurde in 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts der Schaffner in den Bussen eingespart. Der Fahrkartenverkauf erfolgte durch den Busfahrer und die Türen wurden durch ein Luftdrucksystem ferngesteuert geschlossen.

Die Einbindung der Stadt Schleswig in den ÖPNV in Schleswig endete mit dem 1. Oktober 1991. Zu diesem Zeitpunkt übernahmen die Verkehrsbetriebe des Kreises Schleswig-Flensburg den ÖPNV in der Stadt Schleswig in ihre Zuständigkeit.

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